Steigt Google wirklich ins Gesundheitswesen ein?

Heute danke ich Chantal Merz für Ihren wunderbaren Gastartikel und wünsche Dir viel Spaß beim Erkenntnisgewinn!

Immer mehr Technologie-Konzerne die futuristische Gadgeds entwickeln, trauen sich auf das Gebiet des Gesundheitswesens. Google ist da wie so oft einen Schritt voraus. Der Suchmaschinengigante will nicht mehr nur darüber definiert werden Gadgets zu erschaffen, sondern will im Gesundheitswesen Fuss fassen.

Mit der Entwicklung von Wearables wie einem Armband welches Krebszellen erkennen kann oder Kontaktlinsen die den Glucose stand messen um Diabetes zu erkennen, hat sich Google bereits auf medizinisches Zubehör konzentriert. Diabetes ist ein Bereich den Google besonders zu interessieren scheint. Das Unternehmen schliesst sich jetzt für ein Projekt mit dem Pharmakonzern Sanofi zusammen.

Obschon es viel Bewunderung dafür gab, dass Google Lösungen für Gesunheitsprobleme sucht, sind diese Art von Projekte potenziell die lukrativsten. Im Hinblick auf die Fastfood reiche Ernährung steigt die Anzahl der Diabeteserkrankungen rapide an und könnte laut der Diabetes Federation bis zum Jahr 2035 auf 600 Millionen steigen. Die Unternehmungsberatungsfirma Evaluate Pharma schätz dabei die Verkäufe für Antidiabetes Medikamente bis zum Jahr 2020 auf 60 Milliarden Dollar.

Laut Pascale Witz, Leiter der Abteilung Diabetes und Kardiovaskulärer Medizin bei Sanofi, werde Google aber keine neue Medikamente entwickeln, jedoch könne das Unternehmen ihnen dabei helfen die Patientenerfahrungen und deren Resultate zu verbessern und ausserdem dazu beitragen die Gesundheitsversorgungskosten besser verwalten.

Ausserdem will Google mit Projekten wie Baseline herausfinden was einen Menschen gesund macht, im Gegensatz zu den meisten anderen Forschungen die den Fokus auf die Krankheit richten. Von rund 200 freiwillige Testpersonen wurden medizinische und körperliche Daten gesammelt, sowie alle möglichen Körperflüssigkeiten. Der Gesundheitszustand der Personen wird überwacht und aufgezeichnet. Mittlerweile soll der Kreis der Probanden erweitert worden sein. Dazu wurden Apps veröffentlicht in denen die Auserwählten ihre Daten eingeben. Google´s Ziel ist es die Medizin auf die Erkennung von Krankheiten zu bringen und nicht zur Prävention oder die sehr teure Behandlung.

Nach den Entwicklungen von Wearables folgt jetzt für viele Technologie Konzerne der weitere Schritt mit den sogenannten Ingestibles. Es wurden erste Versuche gestartet mit Pillen und integrierten Computerchips, die durch die Magensäure freigesetzt und aktiviert werden. An Spielern der ersten Liga in Frankreich wurden diese bereits getestet. Der Chip in der Pille in grösse eines Sandkorns misst die Körpertemparatur eines Spielers alle 30 Sekunden und wird drahtlos in einem Radius von bis zu drei Metern übermittelt. Laut der Firma BodyCap, welche die Pille entwickelt, würde der Computerchip für eins bis zwei Tage im Magen-Darm-Trakt bleiben.

In Kalifornien verschreibt bereits das erste Krankenhaus in den USA Pillen mit Sensoren. Es sei das erste Mal, dass so ein Hilfsmittel in den Staaten ausserhalb einer Testphase gebraucht würde und wird zur Untersuchung von krankhaftem und unkontrollierbarem Bluthochdruck verwendet. Hierbei geht es ebenfalls darum herauszufinden, ob der Patient seine Medikamente regelmässig zu sich nimmt. Denn der Grund für das Versagen von Behandlungen sei oftmals die nicht korrekte Einnahme oder das zu frühzeitige absetzen von Medikamenten. Dies wiederum führt zu höheren Kosten für den Patienten und auch für das Gesundheitssystem. Das zu frühzeitige Absetzen von Antibiotika soll auch ein Grund für die immer mehr vortschreitende Resistenz gegen das Medikament sein.

Diese Arten von Behandlungen sind also nicht mehr länger ein Science-Fiction-Szenario, es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Technologien zum medizinischen Alltag gehören und das Gesundheitssystem grundlegend verändern wird. Sicherlich ist dies eine Entwicklung die viele begrüssen, sie wird einiges vereinfachen. Doch in einem weiteren Schritt könnten unsere Gesundheitsdaten womöglich bald direkt an die Krankenkasse gelangen und die Frage ist, wie wohl uns dabei sein wird.

 

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