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Heute präsentieren wird Dir einen Gastartikel der wunderbaren Valeria Junker. Viel Spaß mit dem neuen Wissen!

Ein begeisterter Gärtner, der zufällig auch Arzt und Immunbiologe von Beruf war, Dr. Jacob Harich, gilt als der Entdecker der besonderen Eigenschaften von Grapefruitkernen: Er beobachtete, dass die Kerne im Bio-Müll praktisch nicht verrotten. Aus Neugierde begann er, sie näher zu erforschen. In seinem Labor enthüllte er Verblüffendes. Extrakt aus Grapefruitkernen und -schalen war offensichtlich in der Lage, Pilze, Bakterien und Viren lahmzulegen.

Bald nach diesem Zufallsfund trat Grapefruitkernextrakt einen Siegeszug als alternatives Desinfektions- und Heilmittel an. Doch die kommerzielle Herstellung des Extraktes wurde nicht immer nach strengen Reinheits- und Sicherheitsrichtlinien betrieben. Eine Studie belegte, dass die Wirkung des Extraktes auf die Konservierungsstoffe Benzethoniumclorid und Triclosan zurückzuführen sei, nicht auf die natürlichen Bestandteile. Beide Substanzen sind aus guten Gründen in Deutschland in Nahrungsergänzung gar nicht und in Kosmetika nur begrenzt zugelassen.

Doch weitere Untersuchungen an ausgewählten und standardisierten Produkten folgten.  Grapefruitkernextrakt wirkt in der Tat gegen über 800 Bakterien- und Virenstämme und etwa 100 Pilzsporenarten. Verantwortlich dafür sind die in Kernen, Schalen und Blättern enthaltenen Bio-Flavonoide, sekundäre Pflanzenstoffe, in Kombination mit einem hohen Anteil an Vitamin C.


Längst hat sich auch bestätigt, dass der Extrakt in sinnvoller Verdünnung nicht toxisch ist: Eine schädliche Wirkung würde sich erst bei unrealistisch hohen Einnahmemengen einstellen.


Grapefruitkernextrakt als naturreines Produkt ohne zweifelhafte Zusatzstoffe und ohne oder den Einsatz chemischer Hilfsmittel bei der Extraktion hergestellt, ist gefahrlos anwendbar. Seriöse Hersteller verwenden heute Grapefruitkerne, Schalen und Blätter aus Bioproduktion: So entfällt auch der Einfluss von Pflanzenschutzprodukten.

 

Nebenwirkungen? Nur im Falle einer Citrus-Allergie

Negatives während oder nach der Anwendung von Grapefruitkernextrakt ist allenfalls dann zu beobachten, wenn eine Person an einer Citrus-Allergie leidet. 

Wer von dieser Allergie betroffen ist, reagiert mit den gleichen Symptomen auf die Berührung oder den Verzehr von Limetten, Zitronen, Mandarinen, Grapefruit und sogar auf Ananas oder Kiwis. Ein erstes Signal ist ein prickelndes oder pelziges Gefühl auf der Zunge, das eindeutig als unangenehm einzustufen ist. Geschwollene Schleimhäute, Bläschenbildung im Mund und ein wundes Gefühl treten auf, wenn mehr von diesen Früchten verzehrt wird.
Wenn ein Test mit einer geringen Dosis Grapefruitkernextrakt in einem Glas Wasser solche Phänomene auslöst, sind die äußere Anwendung und die Einnahme nicht zu empfehlen.

 

Antiviral, antibakteriell und fungizid: Das alles kann Grapefruitkernextrakt

Mit Hilfe eines Elektronenmikroskops konnte im Labor endlich zweifelsfrei geklärt werden, wie Grapefruitkernextrakt tatsächlich gegen Pilze, Viren und Bakterien wirkt. 

Offenbar gelingt es den Wirkstoffen, die Membran der genannten Organismen zu zerstören: Die für deren Wachstum notwendige Aufnahme von Aminosäuren wird unmöglich, eine Replikation  gestoppt. Warum dies geschieht, konnte noch nicht schlüssig geklärt werden.

Grapefruitkernextrakt ist ein potentes natürliches Desinfektionsmittel, das sich beispielsweise

  • zur Wundversorgung
  • zur Reinigung von Gemüse, Früchten oder Trinkwasser
  • als Reinigungsmittel in der Küche, etwa für Geschirr, Arbeitsflächen und Utensilien
  • zur Desinfektion von Babyspielzeug, -kleidung und -fläschchen
  • zur Eindämmung von Bakterienwachstum in Bädern oder Schwimmbecken

eignet.

Die innere Anwendung ist beispielsweise in folgenden Fällen sinnvoll: 

  • Bei viralen oder bakteriellen Infekten – auch im Anfangsstadium
  • Bei hartnäckigen Pilzerkrankungen im Organismus, auf der Haut oder den Nägeln, unterstützend zur Behandlung des Arztes

Entscheidend für die Wirksamkeit von Grapefruitkernextrakt ist der Extraktionsprozess: Hier gilt es, die Bio-Flavonoide oder auch Citrus-Flavonoide, aus dem Grapefruitkern, aus der Fruchtschale und den Blättern des Baumes zu isolieren. Im Labor setzten sich die Flavonoide erfolgreich selbst gegen so gefährliche Mikroorganismen wie Streptokokken, Staphylokokken, Salmonellen, Escherichia coli, Candida-Pilze, Herpes- oder Influenzaviren und auch gegen Darmparasiten durch. Zahlreiche Erfahrungsberichte bestätigen diesen Effekt.

Zu den Bioflavonoiden zählen die Citrus-Flavonoide Rutin, Hesperidin, Naringin, Eriocitrin und verwandte Formen, als Derivate bezeichnet.

Die Herstellung des Extraktes ist umweltfreundlich, die Anwendung selbst bei Säuglingen und Haustieren ungefährlich. Eine ausreichende Verdünnung und wohldosierter Einsatz verhindern Irritationen.

 

Basis-Dosierung und allgemeine Anwendung

Für Desinfektions- und  Reinigungszwecke, zur Behandlung von Hauterkrankungen oder Verletzungen kann der Extrakt jederzeit pur,  in Wasser oder Öl verdünnt verwendet werden.
Verdünnter Grapefruitkernextrakt eignet sich beispielsweise als Mundwasser, als Gesichtswasser oder als After Shave.

Wer den Grapefruitkernextrakt einnehmen möchte, verwendet ihn am besten auf folgende Weise: Zweimal täglich zehn Tropfen bis zu dreimal täglich 15 Tropfen Flüssigextrakt in ein großes Glas Fruchtsaft verrührt, sollten bei den meisten Beschwerden ausreichen, um eine positive Wirkung zu erzielen.

In Wasser gelöst ist der Extrakt unangenehm bitter.

In allen Fällen ist es ratsam, den Grapefruitkernextrakt so lange einzunehmen, bis alle Symptome der jeweiligen Erkrankung verschwunden sind.

 

Tropfen oder Kapseln?

Grapefruitkernextrakt ist im Handel sowohl in Tropfen- als auch in Kapsel- oder Tablettenform erhältlich. Tropfen lassen sich gut dosieren und wahlweise einnehmen oder äußerlich auf der Haut verwenden.
Kapseln oder Tabletten dagegen wirken oft erst „zeitversetzt“. Wen der bittere Geschmack des Extraktes stört, der sollte zu dieser Darreichungsform greifen.

Je höher der Flavonoid-Anteil im Extrakt auf der Packung angegeben wird, desto stärker das Präparat.

 

Mehr zu Grapefruitkernextrakt

Grundsätzliche und weiterführende Informationen zu Grapefruitkernextrakt finden Sie beispielsweise hier: